Als die Steine noch Vögel waren - von Marjaleena Lembcke

Nagel&Kimche 1998

124 Seiten, ab 9 Jahre



Pekka ist ein ganz besonderes Kind. Er ist durch einen Kaiserschnitt  - was für ein geheimnisvolles Wort! - zur Welt gekommen. Und kommt nicht mit seiner Mutter nach Hause, sondern muss, weil er krank ist, in ein Kinderschloss!

Obwohl die Eltern den Geschwistern erklären, was es mit dem Kaiserschnitt und dem Kinderschloss auf sich hat, halten sie daran fest, dass Pekka etwas Besonders ist.

Und das ist er wirklich!

 

Als er nach über zwei Jahren nach Hause kommt, lieben ihn alle und er liebt alle und alles.

Er lernt laufen und sprechen, aber er sagt und fragt sehr ungewöhnliche Dinge:

„Es ist schön, ein Frosch auf dem Stein zu sein und auf den Tag zu warten, wenn die Steine fliegen.“

„Wo fängt der Himmel an und wo hört er auf?“

„Woher kommt die Liebe?“

 

Er geht zur Schule und lernt lesen, schreiben und rechnen. Aber alle merken, dass er sonderbar ist.

Und obwohl das Leben für Pekka und die große Familie nicht immer einfach ist, meistern sie gemeinsam alle Schwierigkeiten.

 

Die Geschichte spielt in Finnland Ende der 50er bis Mitte der 60er Jahre, sie wird in ich-Form von der großen Schwester erzählt.

Mir gefällt, dass der Junge Pekka nicht ‚behindert‘ genannt wird; er ist etwas Besonderes, eine Bereicherung; seine ungewöhnlichen Gedanken eröffnen einen neuen Blick auf alltägliche Dinge. Besonders die Steine haben es ihm angetan. Das sagt ja auch der Titel aus, und das Titelbild ist dazu passend sehr schön gestaltet.

 

Ein sehr schönes Buch!

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