Der überaus starke Willibald - von Willi Fährmann                            mit Illustrationen von Werner Bläbst

Der überaus starke Willibald

von Willi Fährmann

Illustrationen von Werner Bläbst

Arena Verlag 1983, 86 Seiten

ab etwa 10 Jahre




In einem großen Haus lebte friedlich eine Mäuseschar. In der Küche gab es viele Köstlichkeiten zu futtern, und das ganze Haus war ein toller Spielplatz, besonders die Bibliothek mit den vielen Bücherregalen und dem großen Globus.


Lillimaus war die einzige weiße Maus. Eines Tages bemerkte sie, dass die Tür zum Garten nicht ganz geschlossen war, und sie bekam schreckliche Angst, denn alle Mäuse wussten, dass draußen Gefahr drohte. Sie raste zu den anderen und warnte sie.


Das Rudel beriet, was zu tun war, und der schlaue Mäusejosef fand die Lösung: Lillimaus ist schuld, weil sie weiß ist und rote Augen hat. Sie ist für alle eine Gefahr. Wahrscheinlich hat sie die Tür selbst geöffnet!


Einige Mäuse protestierten zwar noch, aber Mäusejosef, Mausikarin, die dicke Hermannmaus und der überausstarke Willibald versprachen Sicherheit und das Paradies auf Erden, so dass die meisten ihnen zujubelten …


Das Buch ist ein Lehrbeispiel, wie eine kleine Gruppe mit Schuldzuweisungen, Versprechungen und Terror die Macht an sich reißt. Die Schreckensherrschaft greift in alle Lebensbereiche ein – bis sich Widerstand formiert. Die Verbindung zur Nazizeit ist natürlich nicht zu übersehen.


Ich habe das Buch oft in vierten Klassen vorgelesen, und es entwickelten sich viele Gespräche.



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