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Bonbons und das Lied vom Tod

„Sören, sag du doch was, ich kann doch jetzt keine Erdbeerbonbons besorgen!“

„Du kriegst nachher Erdbeer, meine Süße, die Show ist bald vorbei.“ Herr Kögler streichelt Desirees Kopf. „Nimm jetzt erst mal Zitrone.“

„Guck doch, jetzt schieben sie den Stuhl rein!“, ruft Frau Kögler begeistert.

Desiree stopft sich das Zitronenbonbon mit fünf Fingern in den Mund und lässt das Papier fallen. Dabei reckt sie sich und guckt auf die Bühne. „Der sieht ja doof aus.“ Gelangweilt lehnt sie sich an ihren Vater.

„Das ist ja auch kein Stuhl für die Wohnung. Das ist ein Zauberstuhl. Der muss so aussehen“, erklärt ihre Mutter.

„Wieso? Was kann der denn zaubern!“ Desiree blickt ihren Vater fragend an.

„Ja, also, der, der, kann – äh …“ Herr Kögler weiß nicht mehr weiter.

„Der zaubert Verbrecher weg!“ Frau Kögler weiß Bescheid. „In der ‚Für die Familie’ hab’ ich das genau gelesen!“ Stolz blickt sie um sich.

Desiree sieht ungläubig ihren Vater an. Der nickt. „Mama sagt das schon richtig.“

Desiree wendet ihren Blick zu ihrer Mutter, die Augenbrauen immer noch fragend hochgezogen.

 

„Ja, mein Schatz, deine Mama weiß auch was!“

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