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Frau Zweikorn hat Langeweile

Das war sicher schwierig, denn die Alpen waren doch ganz schön groß. Da wanderte die arme Frau vielleicht immer noch die Berge rauf und runter und wusste nicht einmal, dass ihr Mann tot war …

Frau Zweikorn war inzwischen wieder in der Küche gelandet, wo der letzte Schluck Kaffee auf sie wartete. Bäh, kalt, schmeckte fürchterlich. Ihr Blick wurde schwärmerisch. Bei Familie Fuchs hatte sie erfahren, wie wunderbar Kaffee sein konnte. Wenn die beiden weg waren, hat sie immer als erstes die tolle Kaffeemaschine in Gang gesetzt. Allein das Geräusch, wenn die Bohnen gemahlen wurden, wie Musik, und dazu der Duft …

Schade, das war nun vorbei. Sie seufzte.

Wer ihn wohl umgebracht hat? Wer tut so etwas? So ein netter Mann, das sagten doch alle. Sie hatte ihn ja kaum mal gesehen, aber wenn, dann war er immer sehr freundlich gewesen. Hat sie behandelt wie eine Dame.

Ach ja. Nette Männer … Sie träumte ...

So einer wie Dr. Fuchs, das wäre toll gewesen. Dann müsste sie jetzt nicht putzen gehen.

Sie seufzte erneut.

Wie konnte man ihn nur umbringen!

 

... 

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