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Na, Süße

Ilona wand sich vergeblich unter seinen klammernden Griffen und konnte nur gequetschte Laute ausstoßen.

„Ist alles in Ordnung?“, fragte neugierig eine Bedienung.

„Ja, ja“, sagte der Mann, „wir haben nur eine kleine Meinungsverschiedenheit.“ Er zwinkerte ihr zu.

Verständnisvoll lächelnd zog das junge Mädchen ab. Dumme Pute, dachte sie, spielt sich hier auf. So ein Traummann, die sollte sich man nicht so haben. Sie würde jedenfalls nicht nein sagen.

Ilona saß schreckerstarrt auf der Stuhlkante.

„Ich bin Peter“, sagte der Mann. „Ich habe dich vorhin beobachtet, und da habe ich gedacht, wir beide könnten doch einen tollen Abend zusammen haben.“ Er nahm seine Hand von ihrem Mund.

Sie schwieg.

„Was hältst du davon?“ Lauernd sah er sie an.

„Gar nichts“, fauchte sie. „Mein Freund kommt gleich.“

„Ach“, sagte er süffisant, „das waren Freudentränen, was?“ Er grinste gemein. „Kann ich dir was spendieren?“

Ilona ignorierte die Frage und zischte: „Ich will jetzt gehen.“

„Prima. Dann bezahl ich die Cola für dich und wir machen uns auf den Weg, okay?“

„Nein. Wenn du jetzt nicht abhaust, ruf ich die Polizei.“

„Oh, da habe ich aber Angst.“ Mit einer übertrieben erschrockenen Grimasse legte er seine Pranke auf ihren Oberschenkel und schob sie langsam nach oben.

Das gab Ilona einen Kick. Was ließ sie sich hier eigentlich gefallen? Hatte sie das nötig?

In Sekundenbruchteilen entstand ein Plan.

 

„Okay, du hast mich überzeugt“, flüsterte sie lockend. „Ich steh auf starke Typen, die wissen, was sie wollen. Komm.“ Dabei schob sie seine Hand weg und stand auf.

...

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