Was nun?

Das Getränk erzeugte ein warmes Gefühl in Mundraum und Magen, und die Herren ließen ein paar Sekunden ihren Gedanken freien Lauf.

Hamann machte sich Sorgen. „Was machen wir jetzt? Die Polizei wird alles bei ihm durchsuchen. Wenn wir Pech haben, hat er unseren Plan dokumentiert.“

„Ja und? Da kann ja jeder was in seinem Rechner schreiben. Die müssen erst mal beweisen, dass wir überhaupt etwas damit zu tun haben. Jedenfalls habe ich meine Sachen schon beseitigt.“ Er sah sein Gegenüber prüfend an. „Du hoffentlich auch.“

„Ja, ja, klar. Aber ein mulmiges Gefühl bleibt doch.“

„Schenk uns noch einen ein, das beruhigt.“ Grabow hielt sein Glas hoch, wobei er verstohlen seinen Parteifreund taxierte. Der wird noch gar nichts gelöscht haben, dachte er. Wahrscheinlich kann der gar nicht mit dem Computer umgehen. Sein Problem. Für einen Anwalt war der einfach nicht gewieft genug, sonst hätte er längst eine größere Kanzlei. Da war Keyser ein ganz anderes Kaliber gewesen. Fast schon zu gewieft … Na ja, das hatte ihm auch nicht geholfen. Grabow schwenkte das bernsteingoldene Getränk in dem bauchigen Glas und nahm einen großen Schluck. Vielleicht sollte er sich einen anderen Partner suchen … Obwohl …

 

Nach dem dritten Cognac beschlossen sie, ihr Vorhaben vorläufig auf Eis zu legen. Man würde sehen …

Kommentar schreiben

Kommentare: 0