Alarm im Teich

 

 

Riesenfische im Teich, ungewöhnliche Enten und am Ufer steht ein Riese und wirft jede Menge merkwürdige Sachen ins Wasser.

Olmu, Molchi, Stich und Quax beobachten es mit Entsetzen.

Was bedeutet das?

Aufgeregt berichten sie es den anderen Teichbewohnern und alle sind ganz schön wütend. Aber was können sie tun?

Da erzählen Willi und Hartmut, die alten Steine, dass einmal eine Fee in diesem Teich lebte.

Finden die Tiere die Fee?

Kann sie ihnen helfen?

 

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Wer flitzt denn da durch den Teich? Der sieht ja merkwürdig aus: lange gelbe Haare, gelbgrünes Fell, dunkelgrüne Arme und mächtig große Flossenhände mit kräftigen Krallen. Mit denen krault er sich gerne den Bauch, sogar zum Haare-Kämmen sind sie gut geeignet. Beine scheint er nicht zu haben, nur seltsame Füße am Ende des Körpers – fast so, wie sie ein Seehund hat. Das ist Olmu. Olmu wohnt schon lange in diesem Teich und er ist sehr stolz darauf, dass ihn noch nie ein Mensch gesehen hat. Die Teichbewohner kennen ihn alle und die meisten finden ihn nett.

 

 

 

Jetzt hat er es furchtbar eilig. Hat er eine Verabredung? Ist es ein Spiel? Wird er vielleicht verfolgt? Immer wieder dreht er sich um. Aha! Ein Fisch und ein Drache sind ihm auf den Flossen, und noch ein Frosch. Die drei sind ebenfalls ganz schön schnell, aber werden sie ihn kriegen? Weshalb jagen sie ihn überhaupt?

 „He, worauf warten wir? Los, wir retten Quax!“, ruft Olmu und schon will er sich auf den Feind stürzen.

„Still, leise“, wispert Molchi, „wir müssen den Monsterfisch überraschen, sonst haut er ab – oder …“

„He, du hast recht.“ Olmu hält sich seine rechte Flosse an den Mund, neigt sich seinen Freunden zu und flüstert wie ein Verschwörer: „Er muss gar nicht wissen, wie ihm geschieht, wenn wir ihn anfallen. Und dann machen wir ihn fertig, aber sowas von!“ Heftig schlagen jetzt seine Flossenhände mit den gefährlichen Krallen durch das Wasser, als wollten sie es zerfetzen.

„Hört zu: Wir greifen von drei Seiten an“, faucht Molchi ganz leise, „dann weiß er nicht, was er machen soll. Ich werde ihm die Seite zerkratzen.“ Seine Krallen sind nämlich auch nicht ohne.

„Ich den Rücken“, verkündet Olmu.

„Ich stech ihm den Mund kaputt.“

 

„He, eins, zwei, drei, los!“, und drei tapfere kleine Teichbewohner stürzen sich auf den riesigen Feind.

„… und zuletzt Enten ohne Füße, Riesenfische, ekelhafte Sachen in allen Farben, und ein Riese mit einem knallenden, stinkenden Zauberkasten! Fauch! Da hatten wir genug und sind schnell nach Hause geschwommen“, beendet Molchi seinen Bericht. „Was machen wir jetzt?“

 

Schweigen. Die Zuhörer sind genauso sprachlos wie Olmu, Molchi, Stich und Quax es waren. Das kann man ja kaum für möglich halten! Noch nie haben sie so etwas gehört oder gar gesehen.

...

„Ist das wirklich wahr?“, fragt schließlich die gelbe Muschel, denn sie möchte nachher nicht ausgelacht werden, weil sie so einen Unsinn geglaubt hat.

„Ja“, sagt Molchi ernst und faucht betrübt, „mit so schrecklichen Dingen macht man keine Scherze.“

„Dann müssen wir etwas tun!“, stellt die Muschel fest, wobei sie laut ihre Schalen auf- und zuklappt.

„Ich will ein paar von diesen Ohne-Füße-Enten fangen“, verkündet der Süßwasserpolyp Lypus, wobei er gierig seine Fangarme umherschleudert.

Milbi, die gelb-schwarze Milbe, piepst: „Denen werde ich mit meinen Verwandten mal einen Besuch abstatten. Wir sind so viele – wenn die uns sehen, hauen die ab!“

„Ich werde alles fressen, was nicht wegläuft“, verspricht die Schnecke vom Baum. „Mich muss nur jemand mitnehmen.“ Sie blickt auf ihre Verwandte auf dem Grund. „He, pennst du noch, du Trantüte? Du wirst auch gebraucht!“

Die Schnecke vom Grund öffnet erschrocken die Tür und schiebt ihre Fühler heraus. „Hä? Wie? Wo? Was?“

„Du hast ja tatsächlich geschlafen!“ Die Schnecke vom Baum stößt ein paar Blasen aus, bevor sie weiterspricht. „Stell dir vor: Unser Teich wird bedroht!“

„Oh. Von wem denn?“

 

„Hör erst mal zu, den Rest erzähl ich dir später.“