Alarm im Teich · 30. Mai 2018
Plötzlich gibt es einen Knall und ein strahlendes, warmes Licht breitet sich aus. Die Tiere verstummen vor Schreck und vor Staunen, und eine helle Stimme erklingt: „Ihr habt mich gerufen, liebe Tiere. Ihr habt den Zauber gebrochen. Ich bin Milli, die Fee.“ Es dauert ein wenig, bis die Tiere begreifen, was passiert ist. Die Fee! Die Fee ist wirklich gekommen! Ehrfürchtig staunen sie das leuchtende Wunderwesen an und können noch gar nichts sagen. Noch nie haben sie so etwas gesehen.

Alarm im Teich · 30. Mai 2018
Aus dem Dunkel leuchtet gespenstisch etwas Weißes – und sind da nicht schwarze Arme, die nach ihnen greifen? „Da ist ein Auge! Hilfe! Ein Ungeheuer!“, kreischt plötzlich ein winziges Milbenkind. Entsetzt stieben die Milben nach allen Seiten auseinander. Ob das der böse Zauberer ist? Hoffentlich tut er ihnen nichts! Hoffentlich verfolgt er sie nicht! Weg, nur weg! Auch Milbi ist in Höchsttempo auf der Flucht.

Alarm im Teich · 30. Mai 2018
Über sich entdeckt er jetzt eine dieser Ohne-Füße-Enten. Aha. Die wird gleich schön kreischen und abzischen wie eine Rakete! Blubb! Achtung, fertig, los – und schon rammt er ihr mit voller Wucht seine Stacheln in den Bauch, alle drei. Denkt er. Falsch gedacht. Keine Stacheln im Bauch. Kein Schrei, keine Flucht. Was ist das für eine Ente? Die hüpft nur leicht hoch, legt sich wieder gemütlich aufs Wasser und schaukelt auf den Wellen, als wenn nichts gewesen wäre. Stich kann es nicht glauben.

Alarm im Teich · 30. Mai 2018
Nun ist Olmu super kühn: Er will es riechen. Und reinbeißen! Schon schnüffelt er mit der Nase direkt an dem rätselhaften Wesen. IIIh! Er schüttelt sich. Das riecht ja grässlich! He, reinbeißen, das kann keiner von ihm erwarten. Molchi probiert mit seiner langen Zunge – pfui Kröte! Bäh!

Alarm im Teich · 30. Mai 2018
„Seine Augen sind zu, sein Gesicht ist irgendwie schief, quak“, berichtet er. Dann legt er ihm eine Hand auf den Kopf und drückt ein wenig. „Quak, er rührt sich nicht.“ „Wahrscheinlich ist er gegen diese seltsame Sache geknallt, ohnmächtig geworden und runtergerutscht, blubb“, ruft Stich. Molchi ist inzwischen auf das runde braune Ding gesprungen und tätschelt Olmu die Seite. „Genau“, faucht er. „Wenn hier nicht dieses Ding gelegen hätte, wäre er noch weiter gerutscht.“

Angriff! Schlafmohn rast vor und bläst sein Schlafpulver über sie. Es wirkt sofort. Feuerlilie ...

Kleine Taglilie und Rote Lichtnelke zeigen ihnen, wo sie Versteck gespielt haben, und es dauert nicht lange, da haben Mister Lincoln Teehybrid und Ochsenauge den Platz entdeckt, wo Wilde Malve gefangen wurde. Und sie sehen auch die Spuren von Natternkopf und Teufelskralle. Mister Lincoln Teehybrid und Ochsenauge prüfen immer wieder, ob sie noch auf dem richtigen Weg sind. Schlafmohn trottet hinterher, er ist anscheinend noch nicht richtig aufgewacht.

Kleine Taglilie und Rote Lichtnelke klingeln Sturm bei Mister Lincoln Teehybrid, er ist nämlich Detektiv. Sie haben Glück: Er ist zu Hause und öffnet selbst die Tür. „Wo brennt’s?“, fragt er. „Es brennt gar nicht, aber Wilde Malve ist verschwunden!“, rufen sie voller Angst. „Das ist ein Fall für mich“, stellt er fest.

„Ja, ja, kleine Blumen sollten immer schön aufpassen!“, zischte Natternkopf mit hämisch verzogenem Mund, und Teufelskralle lachte wieder fies – das war wohl ihre Spezialität. Dann setzten sie sich in Bewegung und zerrten die arme Wilde Malve in den Wald. Feuerlilie wartete schon ungeduldig auf einer Lichtung. „Na endlich!“, rief sie. „Fesselt sie an den Baum, die blöde Blume!“

Nichtsahnend kam Wilde Malve in die Nähe der Entführer. Da stürzten sich die beiden mit Gebrüll auf sie. Natternkopf packte den rechten Arm und ein Bein und piekste sie brutal mit seinen vielen Stacheln. Teufelskralle hielt ihr den Mund zu, griff den linken Arm und trat ihr heftig auf den Fuß. Arme Wilde Malve! Sie konnte nicht zappeln und nicht schreien.

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