Verrechnet ... und Carlo findet eine Leiche

 

 

 

Was ist Konrad Keyser nur für ein schrecklicher Mensch!

Ein völliger Egoist, der einzig seine Interessen verfolgt. Die Gefühle seiner Mitmenschen tritt er mit Füßen.

Und der ist Lehrer, Schulleiter sogar!

Bei ihm hat niemand etwas zu lachen, auch nicht seine Familie.

Höchstens Tanja, seine derzeitige Geliebte.

 

 

Der Roman spielt hauptsächlich in Wilhelmshaven.

 

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Leserprobe

Kapitel 9, Ausschnitt

 

...

Zwanzig Minuten später erreichten sie den Ort des Geschehens, wo zwei Streifenwagen am Fahrbahnrand parkten und mehrere Polizisten mit der Sicherung des Areals beschäftigt waren. Die östliche Fahrbahn war bereits abgesperrt, Umleitungsschilder wurden gerade aufgestellt und das Gebiet mit rot-weißem Flatterband abgesperrt. Die höherliegende Gegenfahrbahn war glücklicherweise durch einen breiten, abschüssigen Grünstreifen abgetrennt, der auch von kühnen Autofahrern nicht ohne weiteres überquert werden konnte. Allerdings hatte sich dort bereits ein Stau gebildet, dessen vielfältige Motorengeräusche – surrend, brummend, tuckernd, aufheulend – von drängendem Hupen untermalt wurden. Jetzt kam ein Wagen sogar unvermutet vollständig zum Stehen. Der Nachfolger, der nicht nur das Handy am Ohr, sondern auch den Blick nach links gewandt hatte, konnte nur in letzter Sekunde einen Auffahrunfall verhindern und reagierte mit wütenden Gesten und unflätigen Beschimpfungen. Diese ungesunde Aktivität hätte er sich jedoch sparen können, denn sein Vordermann ignorierte den Gefühlsausbruch total. Er hatte nämlich etwas Besonderes vor: Er wollte Fotos haben. Mit weit ausgestrecktem Arm hielt er sein Handy aus dem Fenster und rief zu einem Polizisten hinüber, ob der mal schnell … Fassungslos starrte der Beamte ihn an. Diese Gaffer wurden immer unverschämter, es sollte hohe Strafen dafür geben! „Fahren Sie weiter!“, brüllte er aufgebracht.

Polizeiobermeister Onno Onken stand wartend am Fahrbahnrand, während seine Kollegin auf der gegenüberliegenden Seite damit beschäftigt war, die Ausweise der neugierigen Fußgänger zu fotografieren und Notizen zu machen.

„Der Tote liegt dort hinten zwischen den Büschen und Bäumen. Ein Hund hat ihn entdeckt“, berichtete Onno den Kommissaren. „Ich habe die Personalien aufgenommen – die vom Besitzer natürlich.“ Er schmunzelte. „Der steht da vorne“, erklärte er, auf einen kahlköpfigen Mann zeigend. „Er ist Rentner, 67 Jahre alt, Sauer heißt er.“

Kron gab Nora ein Zeichen, und sie schritt auf Sauer zu. „Moin, Herr Sauer, ich bin Kriminalkommissarin Nora Lübben“, stellte sie sich vor und zeigte ihren Ausweis.

 

„Na, endlich kommt jemand! Ich dachte schon, ich muss hier bis Mittag herumstehen“, grummelte der Mann sauer. Sein Hund, ein mittelgroßer Mischling, wedelte mit dem Schwanz und schnüffelte an Noras Schuhen.

...