Verzockt - Kriminalroman 

 

Frau Weiß kann es nicht fassen!

Ihr Chef ‑ tot an seinem Schreibtisch! Und so viel Blut! Fast wäre sie ohnmächtig geworden. Wer konnte das nur tun? Er war doch so ein netter Mann, so charmant, so hilfsbereit.

Dieser Meinung waren wohl nicht alle Leute. Dabei gab sich Dr. Fuchs stets solche Mühe, gute Geldanlagen anzubieten.

Die Kriminalpolizei findet schnell heraus, dass der gewiefte Anlageberater mehr an seinen eigenen Vorteil als an den seiner Kunden dachte. In der Ehe lief auch nicht alles vorbildlich. Und was war das neulich für ein Streit im Golfklub?

Spuren über Spuren!

Zum Glück gibt es Frau Zweikorn, Putzfrau bei Familie Fuchs. Ohne sie wäre die Polizei gar nicht zurechtgekommen, meint sie ‑ und denkt an den tollen Kommissar. Den würde sie gerne wiedersehen! Sie seufzt.

Na, vielleicht gibt’s ja bald den nächsten Mord.

Der Roman spielt hauptsächlich in Wilhelmshaven.

 

 

       Erstes Buch mit Nora, Backe und Frau Zweikorn

 

 

Als E-Book und Taschenbuch bei Amazon

 

 http://www.amazon.de/dp/B016QP1L82

 

 

 

Leseprobe

3. Der charmante Dr. Fuchs

 

 „Oh, Dr. Fuchs, wie schön, dass Sie heute doch gekommen sind.“ Frau Herz eilte ihm freudestrahlend entgegen.

Fuchs ergriff ihre Hand und zog sie galant an die Lippen. „Das Vergnügen ist ganz auf meiner Seite, verehrte Frau Herz. Den Sonntag ohne Sie konnte ich mir einfach nicht vorstellen.“ Sie kicherte und er lächelte schelmisch. „Darf ich Sie zu einem Champagner einladen? Ich muss unbedingt mit jemandem anstoßen auf den guten Geschäftsabschluss, und Sie, liebe Frau Herz, sind genau die Richtige.“

Geschmeichelt ging sie mit ihm an die Bar und alsbald perlte das edle Getränk in den Gläsern.

„Auf den Erfolg“, sagte Fuchs und Frau Herz stimmte diesem Trinkspruch voller Überzeugung zu. Erfolg war auch ihr Motto. Seitdem sie vor fünf Jahren den Golfplatz übernommen hatte, genoss er in großem Umkreis einen exzellenten Ruf. Sie plante weitere Veränderungen, um die Attraktivität zu steigern, aber das liebe Geld …

„Darf ich nachschenken?“, unterbrach Fuchs ihre Gedanken, bereits ihr Glas füllend. „Sie haben eben wohl an etwas besonders Schönes gedacht?“ Er prostete ihr zu.

„Ja, da haben Sie recht. Ich würde gern einiges hier verändern. Man muss mit der Zeit gehen, die Konkurrenz schläft nicht.“ Sie nahm einen Schluck. 

„Genau mein Wahlspruch. Nicht stehen bleiben.“ Er sah sie erwartungsvoll an. „Wann soll es denn losgehen?“ 

„Am liebsten sofort.“ Sie seufzte.

„Aber?“

„Ich habe noch nicht die nötigen Mittel zusammen.“

Fuchs richtete sich auf. „Liebe Frau Herz, warum haben Sie nicht schon längst mit mir gesprochen!“, rief er höchst erstaunt. „So etwas ist doch kein Problem.“

„Nein?“

„Nein. Natürlich nicht. Ich kann Ihnen Anlagen vermitteln mit hoher Rendite, und für Sie, meine liebe Frau Herz, natürlich zum Vorzugspreis.“ Er zwinkerte ihr verschwörerisch zu und hob sein Glas.

„Und das Risiko?“

„Risiko? Das Wort kenne ich gar nicht. Absolut sicher. Kommen Sie die nächsten Tage in meine Kanzlei, dort zeige ich Ihnen einige Möglichkeiten.“ Er schob ihr seine Karte zu. „Ich werde meine Sekretärin anweisen, Ihren Anruf vordringlich zu behandeln.“

Frau Herz lächelte hoch erfreut und steckte die Karte ein.

„Wir stoßen jetzt auf Ihre Visionen an, liebe Frau Herz, sie werden bald Wirklichkeit sein.“ Dabei blickte er ihr tief in die Augen.